Politischer Filmabend: Ein Film über sexuellen Mißbrauch, das Schweigen und die repressive Gewalt der Familie*
Wo? Studiraum (Ubierring 48)
Wann? 15.01.25 um 18:00 Uhr
Die Szene: Bei einem Familienfest bringt eine schonungslose Ansprache die harmonischen Fundamente der bürgerlichen Fassade zum Einstürzen. Schien die Welt bis gerade eben noch in Ordnung, tun sich schlagartig mehr und mehr Abgründe auf: Könnte der erfolgreiche, ehrenwerte Familienvater wirklich schweren sexuellen Missbrauch an seinen Kindern begangen haben und wieso will sonst niemand davon gewusst haben?! Statt das Unrecht aufzuklären und die Geschädigten zu schützen leistet das verlogene System der Familie erbitterten Widerstand und gibt sich dabei selbst der tiefsten Verkommenheit preis. Was gemeinhin als ideales Refugium sozialen Zusammmenlebens gilt, dekonstruiert der Film als das was es ist: Die (bürgerliche) Familie, ein patriarchales System zur Ausübung und Produktion von Macht und Gewalt. Ein Film der nicht zuletzt in seiner intensiven Darstellung dazu auffordert mit dem Schweigen und mit repressiven Systemen zu brechen und nach Wegen der Solidarität zu suchen.
Der Eintritt ist frei.
Snacks und Getränke werden angeboten.
TRIGGERWARNUNG:
Der Film schildert sexuelle Gewalt.
Der Film thematisiert Suizid.
Der Film zeigt (anti-schwarzen) Rassismus und Gaslighting.
Die Darstellungen des Films sind sehr unvermittelt, roh und suggerieren Realitätsnähe (via Dogma-95)